Open Source Intelligence (OSINT)
In öffentlichen Daten stecken Spuren nahezu jedes Angriffs, jedes Betrugsversuchs und jeder Schwachstelle. Open Source Intelligence (OSINT) erschließt diese Quellen systematisch – mit bewährten Recherchemethoden und modernen Analysetools für Cybersecurity, Forensik und Bedrohungsanalyse.
Zentrale Themen
- Informationen aus dem Internet gezielt und strukturiert erschließen.
- Daten zu Personen, Unternehmen und Netzwerkinfrastrukturen auswerten.
- Spezialisierte OSINT-Werkzeuge und Plattformen kennen und einsetzen.
- Domains, DNS-Strukturen und Netzwerke erkunden und dokumentieren.
- Angriffsflächen und Social-Engineering-Muster aufdecken und bewerten.
- Quellen kritisch prüfen, validieren und vergleichen.
- Rechtliche Rahmenbedingungen und organisatorische Pflichten einhalten.
Voraussetzung
Wer mit Suchmaschinen, Webdiensten und digitalen Arbeitsprozessen vertraut ist, kann direkt einsteigen.
Zielgruppe
Das Training richtet sich an alle, die in Sicherheits-, Compliance- oder Ermittlungskontexten arbeiten und offene Quellen professionell für Analysen und Entscheidungen nutzen wollen.
Wer OSINT gezielt anwendet, erkennt Risiken früher, analysiert Bedrohungen präziser und handelt auf Basis verlässlicher, überprüfbarer Daten.
- OSINT verstehen – Methoden und Konzepte im Überblick.
- Einsatzmöglichkeiten in Cybersecurity, Ermittlungen und Analyse.
- Abgrenzung zu Threat Intelligence und klassischer Aufklärung.
- Ethische Grundsätze und rechtliche Rahmenbedingungen.
- Rahmenwerke und Vorgehensmodelle: OSINT Framework und IntelTechniques.
- Eine sichere Arbeitsumgebung aufbauen und konfigurieren.
- Virtuelle Maschinen einsetzen: Kali Linux, Tails und Whonix.
- Anonymität wahren mit VPNs, Tor und ProxyChains.
- Wichtige Browser-Erweiterungen und Plugins für den OSINT-Einsatz.
- Suchmaschinen gezielt nutzen: Google, Bing, Yandex, DuckDuckGo.
- Erweiterte Suchanfragen mit der Google Hacking Database (GHDB).
- Daten aus gecachten und archivierten Seiten extrahieren (Wayback Machine).
- Versteckte und nicht indexierte Inhalte aufspüren.
- Informationen aus Facebook, Twitter, LinkedIn und Instagram systematisch auswerten.
- Metadaten aus Beiträgen und Profilen extrahieren und analysieren.
- Social-Media-Daten automatisiert erfassen und verarbeiten.
- Soziale Netzwerke kartieren und Verbindungen sichtbar machen.
- E-Mail-Adressen recherchieren und zuordnen.
- Benutzernamen plattformübergreifend verfolgen und analysieren.
- E-Mail-Header analysieren, um Quellen und Ursprünge nachzuverfolgen.
- Gefälschte und Wegwerf-E-Mail-Adressen erkennen und einordnen.
- WHOIS-Abfragen durchführen und DNS-Strukturen erkunden.
- Subdomains und Serverinfrastruktur untersuchen und dokumentieren.
- Eingesetzte Webtechnologien identifizieren (Wappalyzer, WhatWeb).
- Änderungen und Datenlecks bei Websites aufspüren (Wayback Machine, Visualping).
- Aufbau und Unterschiede von Dark Web und Deep Web kennen.
- .onion-Seiten sicher mit Tor aufrufen und navigieren.
- Marktplätze und Foren im Dark Web systematisch durchsuchen.
- Spezielle Suchmaschinen im Dark Web nutzen und Informationen erschließen.
- Bilder umgekehrt suchen und Ursprünge identifizieren.
- Metadaten aus Bilddateien auslesen und auswerten.
- Standorte über OpenStreetMap, Google Earth und Sentinel Hub ermitteln.
- Satelliten- und Luftbilder für Analysen und Ermittlungen einsetzen.
- Metadaten aus Video- und Audiodateien extrahieren und analysieren.
- Videos umgekehrt durchsuchen und relevante Frames zuordnen.
- Hintergrundgeräusche und Orte anhand von Audioaufnahmen identifizieren.
- Multimedia-Inhalte faktenprüfen und auf Echtheit überprüfen.
- Öffentliche Register und Datenpannen systematisch durchsuchen.
- Online-Identitäten und digitale Fußabdrücke aufspüren und verfolgen.
- Verhaltensmuster erkennen und Social-Engineering-Risiken bewerten.
- Informationen über Bedrohungsakteure gezielt erheben und einordnen.
- Bedrohungsakteure und kriminelle Gruppen identifizieren und zuordnen.
- Datenpannen und Datenlecks frühzeitig erkennen und verfolgen.
- Malware und Cyberkriminalität analysieren, u.a. mit VirusTotal.
- OSINT für Incident Response und aktive Bedrohungssuche einsetzen.
- OSINT-Ergebnisse strukturiert organisieren und dokumentieren.
- Aussagekräftige OSINT-Berichte erstellen und präsentieren.
- Ermittleridentitäten schützen und operative Sicherheit (OPSEC) gewährleisten.
- Datenerhebung mit Automatisierungstools beschleunigen und skalieren.
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Unsere Fördermaßnahmen gelten ausschließlich für Teilnehmende mit Wohn- oder Arbeitssitz in Deutschland.
Eine Förderung außerhalb Deutschlands ist nicht möglich.
Für Berufseinsteiger, Arbeitsuchende, Quereinsteiger, Startups, Berufserfahrene, Aufsteiger, Spezialisten …
- OSINT wird von Sicherheitsanalysten, Ermittlern, Compliance-Teams, Journalisten und Risikomanagern eingesetzt. Auch in Bereichen wie Recruiting, Markenüberwachung und Due Diligence liefern strukturierte Recherchen wertvolle Erkenntnisse.
- Ein sicherer Umgang mit Suchmaschinen, Webdiensten und digitalen Plattformen genügt. Kenntnisse in IT-Sicherheit, Datenschutz oder Recherche sind hilfreich, aber keine Pflicht. Python-Kenntnisse eröffnen zusätzliche Möglichkeiten, sind jedoch nicht erforderlich.
- Im Training kommen u.a. Suchoperatoren, WHOIS-Abfragen, DNS-Werkzeuge und Plattformen wie Maltego, Shodan und SpiderFoot zum Einsatz. Die Kombination verschiedener Quellen liefert präzisere Ergebnisse als einfache Suchmaschinenanfragen.
- OSINT findet Einsatz in Cybersecurity, Threat Intelligence, Compliance, Incident Response und Unternehmenssicherheit. Darüber hinaus unterstützt es Bewerberprüfungen, Lieferantenbewertungen und Unternehmensrecherchen.
- Zu den häufigsten Aufgaben zählen die Analyse von Angriffsflächen, das Aufspüren digitaler Spuren und die Überprüfung von Unternehmen oder Personen. Ebenso lassen sich Risiken vor Investitionen, Partnerschaften oder Sicherheitsprojekten gezielt bewerten.
- Die Datenmenge im öffentlichen Raum wächst rasant und liefert zunehmend wertvolle Hinweise auf Bedrohungen, Risiken und Marktentwicklungen. Wer offene Quellen strukturiert auswertet, trifft bessere Entscheidungen – schneller und auf einer breiteren Grundlage.
- Die zentrale Herausforderung liegt in der Qualität und Verlässlichkeit der Informationen: Daten können veraltet, unvollständig oder gezielt verfälscht sein. Quellenvalidierung, Quervergleiche und sorgfältige Dokumentation sind deshalb unverzichtbar.
- OSINT-Kompetenz ist besonders in Cybersecurity, Compliance und Unternehmenssicherheit gefragt. Wer offene Quellen professionell nutzt, erschließt sich breitere Einsatzmöglichkeiten in Ermittlung, Risikoanalyse und strategischer Sicherheit.
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